Liquiditätsplan Vorlage
Tools6 min · 1. März 2025

Liquiditätsplan Excel Vorlage: Kostenlos erstellen & downloaden

Warum brauchst du einen Liquiditätsplan als Excel-Datei?

Banken und Steuerberater erwarten Liquiditätspläne oft als Excel-Datei. Ob für den Kreditantrag, die Fördermittel-Bewerbung oder den Jahresabschluss – Excel ist nach wie vor das Standardformat in der deutschen Geschäftswelt.

Aber auch für die eigene Planung ist ein Liquiditätsplan unverzichtbar. Er zeigt dir auf einen Blick:

  • In welchen Monaten wird es finanziell eng?
  • Wann kommen die großen Ausgaben (USt, Investitionen, Saisonware)?
  • Wie viel Puffer brauchst du auf dem Konto?
  • Ab wann sind geplante Investitionen finanzierbar?

Excel bietet die Flexibilität, individuelle Anpassungen vorzunehmen – aber eine Vorlage von Grund auf aufzusetzen ist zeitaufwändig und fehleranfällig.

Aufbau einer professionellen Excel-Vorlage

Grundstruktur

Ein professioneller Liquiditätsplan hat folgende Grundstruktur:

Spalten: 12 Monate (Januar–Dezember) + Jahressumme

Zeilen (Blöcke):

1. Einnahmen

  • Umsatzerlöse (netto)
  • Sonstige Einnahmen (Zinsen, Miete, Förderungen)
  • Summe Einnahmen

2. Variable Kosten

  • Wareneinsatz / Materialeinsatz
  • Fremdleistungen / Freelancer
  • Variable Personalkosten (Aushilfen, Überstunden)
  • Verpackung / Versand
  • Provisionen
  • Summe variable Kosten

3. Fixkosten

  • Miete (inkl. Nebenkosten)
  • Gehälter (fest angestellte Mitarbeiter)
  • Sozialabgaben
  • Versicherungen
  • Steuerberater
  • Software & IT
  • Telefon & Internet
  • Marketing (Grundbudget)
  • Fahrzeugkosten
  • Sonstige Fixkosten
  • Summe Fixkosten

4. Investitionen & Sonderausgaben

  • Geplante Investitionen (Maschinen, Ausstattung, Fahrzeuge)
  • Kreditraten / Tilgungen
  • Einmalige Ausgaben
  • Summe Investitionen

5. Steuern & Abgaben

  • USt-Voranmeldung (Zahllast nach Vorsteuerabzug)
  • ESt-Vorauszahlung (quartalsweise)
  • GewSt-Vorauszahlung (quartalsweise)
  • Summe Steuern

6. Monatssaldo

  • Monatssaldo = Summe Einnahmen − alle Kosten

7. Kumulierter Kontostand

  • Kontostand = Anfangsbestand + Monatssaldo
  • Zeigt den prognostizierten Kontostand am Monatsende
  • Negativer Wert = Liquiditätsengpass! Hier musst du handeln

Formeln, die du brauchst

Die wichtigsten Excel-Formeln für deinen Liquiditätsplan:

  • Summe Einnahmen: =SUMME(B5:B7) (Zeilen der Einnahmen)
  • Variable Kosten als % vom Umsatz: =B5*0,30 (z.B. 30% Wareneinsatz)
  • Monatssaldo: =B_Einnahmen - B_VarKosten - B_Fixkosten - B_Invest - B_Steuern
  • Kumulierter Kontostand: =B_Vormonat_Kontostand + B_Monatssaldo
  • Bedingte Formatierung: Kontostand rot einfärben, wenn < 0

Häufige Fehler bei der manuellen Erstellung

  • USt vergessen: Die USt-Voranmeldung wird oft nicht eingeplant – und dann fehlen im April plötzlich 5.000–15.000 €
  • Saisonalität ignorieren: Jeden Monat denselben Umsatz einsetzen ist unrealistisch
  • Fixkosten zu niedrig ansetzen: Nebenkosten, Versicherungen und Steuerberater werden gerne vergessen
  • Einmalige Ausgaben nicht einplanen: Reparaturen, Wartung, Nachzahlungen
  • Kein Szenario-Vergleich: Was passiert, wenn der Umsatz 20% unter Plan liegt?

Was eine gute Vorlage ausmacht

Eine professionelle Excel-Vorlage für Liquiditätsplanung sollte folgende Features haben:

  • Branchenspezifische Voreinstellungen: Ein Restaurant hat andere Kostenstrukturen als eine Agentur
  • Automatische Saisonalität: Saisonale Faktoren, die den Umsatz monatlich anpassen
  • USt-Automatik: Monatliche oder quartalsweise USt-Berechnung mit Vorsteuerabzug
  • Bedingte Formatierung: Rote Zellen bei negativem Kontostand
  • Diagramme: Visueller Verlauf des Kontostands über 12 Monate
  • Szenario-Vergleich: Best Case / Normal Case / Worst Case

Der einfachere Weg: Online erstellen, als Excel exportieren

Statt Stunden mit einer manuellen Excel-Vorlage zu verbringen: Auf Liquiditätsplan Vorlage erstellst du deinen Plan in 2 Minuten und exportierst ihn als formatierte Excel-Datei.

Was der Online-Plan besser kann

  • Branchenspezifische Voreinstellungen: Wähle deine Branche (Gastronomie, Handwerk, Agentur, Freelancer, E-Commerce, Einzelhandel) und die typischen Kostenstrukturen sind vorausgefüllt
  • Automatische Saisonalität: Der Plan kennt die saisonalen Schwankungen deiner Branche und wendet sie automatisch an
  • USt-Berechnung: Monatlich oder quartalsweise, mit oder ohne Dauerfristverlängerung – automatisch berechnet
  • Sofortige Visualisierung: Sieh deinen Kontostandverlauf als Diagramm, bevor du exportierst
  • Formatierte Excel-Datei: EUR-Format, farbige Hervorhebungen, professionelles Layout
  • Zwei Tabellenblätter: Plan-Übersicht + Metadaten (Annahmen, Branchenvergleich)

So funktioniert der Export

1. Gehe auf deine Branchen-Seite (z.B. /gastronomie)

2. Gib deinen Durchschnittsumsatz und deine Kosten ein

3. Klicke auf „Als Excel exportieren"

4. Eine formatierte .xlsx-Datei wird heruntergeladen

5. Öffne sie in Excel, Google Sheets oder LibreOffice

Die Datei ist vollständig bearbeitbar – du kannst alle Zahlen anpassen, eigene Zeilen hinzufügen und die Vorlage an deine Bedürfnisse anpassen.

Für die Bank: Der fertige Liquiditätsplan

Viele Gründer und Unternehmer brauchen einen Liquiditätsplan für den Banktermin. Mit dem Excel-Export hast du ein professionelles Dokument, das den Erwartungen der Bank entspricht:

  • Standardisiertes Layout, das Bankmitarbeiter kennen
  • Alle relevanten Positionen (Einnahmen, variable/fixe Kosten, USt, Investitionen)
  • 12-Monats-Prognose mit kumuliertem Kontostand
  • Branchenspezifische Benchmarks als Referenz

Der Export funktioniert mit einem Klick auf "Als Excel exportieren" auf jeder Branchen-Seite.

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